{"id":4852,"date":"2015-06-23T16:14:27","date_gmt":"2015-06-23T14:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/?p=4852"},"modified":"2015-08-09T01:46:45","modified_gmt":"2015-08-08T23:46:45","slug":"die-103-auf-erinnerungsreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/2015\/06\/die-103-auf-erinnerungsreise\/","title":{"rendered":"Die 103 auf Erinnerungsreise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir sind eine Gruppe von Sonntagsrednern bei Rolf Dennemann im Salon 103, sind Akteure von Public Residence, sind 3 Rollstuhlfahrer, sind Nachbarn, sind Schauspieler und machen einen Ausflug in die Vergangenheit. Jeder von uns sollte einen Beitrag leisten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Ein Bericht von Udo Kuhnke<br \/>\nFotos: Jullian Has<\/p>\n<figure id=\"attachment_4853\" aria-describedby=\"caption-attachment-4853\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4853\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3402w.jpg\" alt=\"Die Tagestour beginnt. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3402w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3402w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4853\" class=\"wp-caption-text\">Die Tagestour beginnt. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Amanda hatte die <a href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/2015\/04\/tagestour\/\">Tagestour<\/a> gut geplant, und so ging es am Samstag, den 18. April 2015 p\u00fcnktlich um 9:30 Uhr zu Fu\u00df von der 103 zur ersten Station, dem Vincenz-Heim. Bis auf ein im Hof gepflastertes symbolisches Kreuz erinnerte nichts mehr an das fr\u00fchere katholische Heim f\u00fcr \u201cgefallene M\u00e4dchen\u201c. Es war total umgebaut worden seit Udos Messdienerzeit in den 1950er-Jahren, und er erkannte nichts wieder. Sogar ein Fahrstuhl war eingebaut worden. Auch die Kapelle war nicht mehr da. Man hatte eine Zwischendecke eingezogen und so zwei Ebenen geschaffen. In einem sehr alt riechenden Raum erz\u00e4hlte Udo von seiner Zeit als Messdiener, dass der Dienst im Vincenzheim bei den meisten Jungen nicht besonders beliebt war, weil die Messe jeden Tag, auch im Winter, um 6:30 Uhr begann. Aber es gab ein sch\u00f6nes Fr\u00fchst\u00fcck mit Wurst, Butter und Milch oder Muckefuck. Das gab es zu Hause nicht jeden Tag. An Nikolaus und Weihnachten erhielt man eine gro\u00dfe T\u00fcte mit Stutenkerl und S\u00fc\u00dfigkeiten, da wollten nat\u00fcrlich die Verweigerer auch sehr gerne Messdiener sein. Es war auch eine gute Zeit f\u00fcr den Pastor. Jeden Morgen eine vollbesetzte Kapelle. Davon tr\u00e4umen die Geistlichen heute.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4854\" aria-describedby=\"caption-attachment-4854\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4854\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3420w.jpg\" alt=\"Udo in der ehemaligen Kapelle im Vincenz-Heim. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3420w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3420w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4854\" class=\"wp-caption-text\">Udo in der ehemaligen Kapelle im Vincenz-Heim. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von den erst viel sp\u00e4ter bekannt gewordenen besonderen Erziehungsma\u00dfnahmen der Nonnen wusste damals niemand etwas, obwohl die vielen Fluchtversuche der M\u00e4dchen einiges vermuten lie\u00dfen. Flucht war aber wegen der Anstaltskleidung und der einheitlichen Frisur, die die jungen Frauen tragen mussten sehr, sehr schwierig, fast unm\u00f6glich und die meisten wurden wieder zur\u00fcck gebracht. Udo erz\u00e4hlte auch von seinem Konflikt, als seine Mutter einmal eine Ausrei\u00dferin versteckte und ihr weiter zur Flucht verhalf. Nachbarn hatten das dem Pastor verraten, und Udo wurde von den Nonnen und dem Pastor befragt und daran erinnert, dass er als Messdiener ja nicht l\u00fcgen d\u00fcrfe. Heute ist das Heim wieder f\u00fcr schwierige Kinder und Jugendliche verantwortlich. Es firmiert jetzt als St. Vincenz-Jugendhilfe e.V.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4855\" aria-describedby=\"caption-attachment-4855\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4855\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3460w.jpg\" alt=\"Irene erz\u00e4hlt von ihrer Zeit als Kneipenwirtin am Borsigplatz. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3460w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3460w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4855\" class=\"wp-caption-text\">Irene erz\u00e4hlt von ihrer Zeit als Kneipenwirtin am Borsigplatz. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Weiter ging es vorbei an Pommes Rot-Wei\u00df \u2013 fr\u00fcher Wildsch\u00fctz, dem Gr\u00fcndungslokal des BVB 09. Nat\u00fcrlich war wieder ein Filmteam da und filmte. Was eigentlich? Vorbei an Kohldampf und D\u00f6nerl\u00e4den, vorbei am alten Polizeirevier Vier, jetzt eine Pizzeria, ging es in die Borsigstra\u00dfe zur fr\u00fcheren Kneipe \u201eL\u00fcckert\u201c. Die hatte Irene kurze Zeit nach ihrer Ankunft in Deutschland \u00fcbernommen. Aber als die Wohnungen hier modernisiert wurden, das Fernsehen mehrere Programme bekam, das Bier immer teurer wurde und auch bei Hoesch nicht mehr alles rund lief, ging auch die Kneipe nicht mehr so gut, und Irene h\u00f6rte auf. Die Kneipe ist jetzt ein Laden f\u00fcr alle m\u00f6glichen Artikel. \u00dcbrigens, wer in diesem Viertel nicht kochen kann oder will, muss bei diesem Angebot an warmem Essen, D\u00f6ner oder Currywurst und Pommes sicher nicht verhungern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4856\" aria-describedby=\"caption-attachment-4856\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4856\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3483w.jpg\" alt=\"Besuch in der Borsig-Sch\u00e4nke. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3483w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3483w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4856\" class=\"wp-caption-text\">Besuch in der Borsig-Sch\u00e4nke. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und weiter zogen wir vorbei am ehemaligen Assauer-Kino, jetzt ein aufgegebener EDEKA-Laden mit verdrecktem Outfit, und weiter zur Borsig-Sch\u00e4nke. Hier, wo an Theken und an Tischen griechische M\u00e4nner sich zur Begr\u00fc\u00dfung den Schaum von den Lippen wischen, traten wir ein. Augenblicklich war es still. Dichter Qualm erschwerte die Sicht. Da standen M\u00e4nner am Spielautomat oder spielten so etwas wie Skat. Wenn ihr denkt, ihr denkt, dann denkt ihr nur, dass wir die Einhaltung des Rauchverbots \u00fcberpr\u00fcfen. Wir wurden sehr kritisch be\u00e4ugt, als einige Fotos gemacht wurden \u2013 denn in diesem Laden hatten Elise und Udo sich 1961 an einem Silvesterabend kennen gelernt. Es war damals ein Lokal, in dem sich junge Leute trafen. Es war aber damals auch viiiiieeeel gem\u00fctlicher und unter dem Geheimnamen \u201eCandlelight-Bar\u201c bekannt. Aber auch so genossen es unsere Raucher und Raucherinnen, mal wieder bei Kaffee, Espresso, Bier, Cola oder Wasser in einem \u00f6ffentlichen Lokal zu rauchen. Karin versuchte noch, nach alter griechischer Gewohnheit aus dem Kaffeesatz zu lesen, aber au\u00dfer brauner Br\u00fche war da nichts. Schade.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4857\" aria-describedby=\"caption-attachment-4857\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4857 size-full\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3548w.jpg\" alt=\"IMG_3548w\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3548w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3548w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4857\" class=\"wp-caption-text\">Weiter mit dem Bus in die Innenstadt. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch Andr\u00e9 war inzwischen angekommen, um mit seinem VW-Bus f\u00fcr den Transport der Rollst\u00fchle zu sorgen. Von der Tankstelle in der Oesterholzstra\u00dfe fuhren wir mit einem Bus an der Mauer eines fr\u00fcheren Stromerzeugers vorbei. Die damalige VEW war eine der vielen Dreckschleudern rund um den Borsigplatz. K\u00fcrzlich wurde die endlos lange triste Mauer bemalt. Mehr oder weniger k\u00fcnstlerisch, aber sch\u00f6n bunt und ganz ansehnlich. Hoffentlich bleibt sie von den Schmierfinken verschont.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4858\" aria-describedby=\"caption-attachment-4858\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4858\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3593w.jpg\" alt=\"Ein ruhiger Ort in der City. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3593w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3593w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4858\" class=\"wp-caption-text\">Ein ruhiger Ort in der City. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der N\u00e4he des Hauptbahnhofes gibt es eine St\u00e4tte der Ruhe, mitten in der Innenstadt. Birgitt hatte sie entdeckt. Leider war der Ort etwas zu sehr der Natur \u00fcberlassen, Moos auf der Wasserkugel und schiefe Platten als Weg. Schade, dass die Stadt f\u00fcr solche Ruhepole kein Geld mehr ausgeben will. Und jetzt hier Ruhe finden? Lautstark zogen Fans des BVB und Hoffenheim, vom Bahnhof kommend, vorbei. Jetzt verabschiedete sich auch die Kulturp\u00e4dagogin Teresa Gr\u00fcnhage aus Duisburg von uns. Daf\u00fcr kam Rubana.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4859\" aria-describedby=\"caption-attachment-4859\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4859 size-full\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3636w.jpg\" alt=\"IMG_3636w\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3636w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3636w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4859\" class=\"wp-caption-text\">Jacek erz\u00e4hlt von seiner Jugend im ehemaligen Elternhaus in L\u00fcnen. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schnell waren wir mit dem Bus in L\u00fcnen. Hier hatte Jacek, urspr\u00fcnglich aus Polen stammend, seine Kindheit mit viel harter Arbeit verbracht. Im Haus seines Stiefvaters half er beim Umbau mit, und auch den Keller um 1,40 m (!!) tiefer zu legen. Dann kam es zu einer dramatischen Wendung. Das Haus wurde versteigert und die Familie musste umziehen. Aber die K\u00e4ufer hatten den Kontakt zu Jacek nie verloren. Er war sichtlich bewegt, als er von dieser f\u00fcr ihn so ungl\u00fccklichen Zeit berichtete.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4860\" aria-describedby=\"caption-attachment-4860\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4860\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3686w.jpg\" alt=\"Der Hausherr spielt Klavier. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3686w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3686w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4860\" class=\"wp-caption-text\">Der Hausherr spielt Klavier. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr Rolf gab es eine Riesen\u00fcberraschung, als die Hausbesitzerin fragte: \u201eSind Sie <em>der<\/em> Herr Dennemann?\u201c, und erkl\u00e4rte, dass sie vor Jahren einmal an einer seiner Kunst-Aktionen teilgenommen habe. Nach einer K\u00e4sesuppe und warmen Wei\u00dfbrot gab es noch ein Klavierkonzert des Hausherren, mit St\u00fccken verschiedener Komponisten von Chopin bis Sinatras \u201eMy Way\u201c, auch mit Gesang, und zum Abschied noch extra f\u00fcr Elise Beethovens \u201cF\u00fcr Elise\u201c.<\/p>\n<p>Der Busfahrer zeigte seine Klasse, als er bei der Anfahrt zum Haus und besonders bei der Abfahrt, den Bus ohne anzuecken in und aus der zu engen und voll geparkten Stra\u00dfe lenkte. Das Bunte Haus in Witten war das n\u00e4chste Ziel. Hier hatte Rubana mit Mutter und Schwester einige Jahre gewohnt, als das besetzte Haus \u2013 daher der Name Buntes Haus \u2013 wieder von regul\u00e4ren Mietern bewohnt wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4861\" aria-describedby=\"caption-attachment-4861\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4861\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3787w.jpg\" alt=\"Ein Denkmal der ersten Liebe. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3787w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3787w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4861\" class=\"wp-caption-text\">Ein Denkmal der ersten Liebe. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Uns fiel an einem kleinen H\u00e4uschen gegen\u00fcber ein auf die Wand gemaltes Herz auf, ein sehr modernes Herz, mit \u201eLasse\u201c als Mittelpunkt. Lasse war Rubanas erste heimliche Schw\u00e4rmerei, wie sie uns etwas verlegen l\u00e4chelnd erz\u00e4hlte. Diese Schw\u00e4rmerei hatte sie mit einem sehr teuren Wimperntuschestift an die Wand gemalt. Wasser- und wischfest hatte dieser die Jahre ohne zu verblassen \u00fcberdauert. Vielleicht wird dieses Herz einmal genau so ber\u00fchmt sein wie der Tintenklecks Luthers auf der Wartburg, als er mit dem Tintenfass nach dem Teufel warf, der ihn bei der Bibel\u00fcbersetzung in deutsche st\u00f6rte.<\/p>\n<p>Ja, und dann kam Lasse, dachten wir. Es war aber nur der gute alte Freund, der Rubanas Mutter zu der Wohnung in dem ehemals besetzten Haus verholfen hatte. Er lud uns zu einem Trommelkonzert der Bewohner des Bunten Hauses ein. Hier bewiesen Rubana als Trommlerin, Amanda mit Bells und Birgitt mit Rumbakugel ihr musikalisches Talent.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4862\" aria-describedby=\"caption-attachment-4862\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4862\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3801w.jpg\" alt=\"Spontane Percussion im Bunten Haus. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3801w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3801w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4862\" class=\"wp-caption-text\">Spontane Percussion im Bunten Haus. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Museumszeche Nachtigall wurde nach ca. 20 Minuten Wanderung erreicht. Unterwegs gab es noch ein Wiedersehen: Rolf traf eine sehr lange nicht gesehene junge Kollegin. Wieviel Zuf\u00e4lle an einem Tag f\u00fcr Rolf? Die Sonne schien noch immer, und der Durst und Appetit waren dem Wetter entsprechend gro\u00df. Rolf und Udo waren als erste vor Ort und stellten mit leichtem Bedauern fest, dass das Zechenlokal gut belegt war. \u201cDann werden wir uns wohl sehr getrennt setzen m\u00fcssen\u201c, meinte Rolf. Aber pl\u00f6tzlich, fast panikartig, verschwanden alle G\u00e4ste und wir hatten das Zelt-Lokal f\u00fcr uns.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4863\" aria-describedby=\"caption-attachment-4863\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4863\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3818w.jpg\" alt=\"Auf dem Weg zur Zeche Nachtigall. Foto: Jullian Has\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3818w.jpg 800w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_3818w-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4863\" class=\"wp-caption-text\">Auf dem Weg zur Zeche Nachtigall. Foto: Jullian Sankari<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dann, nach Kaffee, Obsttorte, K\u00e4sekuchen, Currywurst und Bier machten wir uns auf die Heimfahrt. Amanda sang dabei ein Lied f\u00fcr uns, und als der Bus dabei \u00fcber eine Sch\u00fcttelstrecke fuhr, bekam ihre Stimme noch ein zus\u00e4tzliches wundersch\u00f6nes Timbre. Nachdem wir gerade noch einem Stau auf der Autobahn ausweichen konnten, kam eine erfreuliche Nachricht von Volker: Borussia hat gewonnen. Da waren nat\u00fcrlich die Stra\u00dfen nach Dortmund von Fans in Autos und zu Fu\u00df verstopft, und es ging entsprechend langsam. Aber der Busfahrer war Vollprofi und kannte die Um- und Schleichwege fast so gut wie Andr\u00e9, der schon vor uns die 103 erreichte.<\/p>\n<p>Ein wundersch\u00f6ner Tag war zu Ende. \u201eDas m\u00fcssen wir aber unbedingt wiederholen\u201c, war die einhellige Meinung aller Teilnehmer.<\/p>\n<p><em>uke<\/em><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/2015\/04\/tagestour\/\">Tagestour<\/a> wurde realisiert mit den <a title=\"100 000 Chancen f\u00fcr den Borsigplatz\" href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/2014\/06\/100-000-chancen-fuer-den-borsigplatz\/\" target=\"_blank\">Chancen<\/a> der Bewohner des Borsigplatz-Quartiers<br \/>\neine Aktion von\u00a0<a title=\"Olek in Public Residence\" href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/category\/public-residence\/olek-witt\/\">Olek Witt<\/a><br \/>\nim Rahmen von\u00a0<a title=\"Public Residence: Die Chance\" href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/public-residence\/\" target=\"_blank\">PUBLIC RESIDENCE: DIE CHANCE<\/a><br \/>\nein Projekt von\u00a0<a title=\"Machbarschaft Borsig11\" href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/info\/\" target=\"_blank\">Machbarschaft Borsig11 e.V.<\/a><br \/>\nin Kooperation mit der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.montag-stiftungen.de\/kunst-und-gesellschaft\/stiftung-kunst-und-gesellschaft.html\" target=\"_blank\">Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind eine Gruppe von Sonntagsrednern bei Rolf Dennemann im Salon 103, sind Akteure von Public Residence, sind 3 Rollstuhlfahrer, sind Nachbarn, sind Schauspieler und machen einen Ausflug in die Vergangenheit. 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