{"id":913,"date":"2012-11-03T11:34:29","date_gmt":"2012-11-03T11:34:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/?p=913"},"modified":"2020-07-20T22:56:15","modified_gmt":"2020-07-20T20:56:15","slug":"architekturpreis-2013-impulse-westfalenhuette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/2012\/11\/architekturpreis-2013-impulse-westfalenhuette\/","title":{"rendered":"Architekturpreis 2013: Neue Impulse f\u00fcr eine der gr\u00f6\u00dften Industriebrachen Europas"},"content":{"rendered":"<p>Knapp 50 Studenten bekamen Anfang dieser Woche Gelegenheit, das hinter hohen Mauern abgeschottete ThyssenKrupp-Gel\u00e4nde der ehemaligen Westfalenh\u00fctte in Augenschein zu nehmen \u2013 wenn auch nur vom Bus aus. Anlass war die Auslobung eines <a title=\"Wettbewerb des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2012\/13\" href=\"www.kulturkreis.eu\/index.php?option=com_content&amp;task=blogcategory&amp;id=445&amp;Itemid=578\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Architektur-Preises<\/a>, der seit den 60ern j\u00e4hrlich bis zweij\u00e4hrlich vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist. Seit 2002 liegt der Schwerpunkt dieser Wettbewerbe entsprechend aktueller st\u00e4dtebaulicher Fragestellungen auf der Rekonnektion und Transformation vormals rein industrieller Gebiete. Vor genau dieser Aufgabe stehen gro\u00dfe Teile der ehemaligen Westfalenh\u00fctte. Seit geraumer Zeit ist hier eine Neunutzung von rund 200 Hektar <a title=\"Westfalenhuette auf Leerstandsmelder \" href=\"http:\/\/www.leerstandsmelder.de\/dortmund\/places\/2029-westfalenhutte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brachfl\u00e4che<\/a> geplant und erw\u00fcnscht. Schon 2006 wurde im Rahmen eines <a title=\"St\u00e4dtebaulicher Ideenwettbewerb erster Preis fuer stahm architekten\" href=\"http:\/\/www.thyssenkrupp-realestate.com\/immobilien\/projekte\/dortmund\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ideenwettbewerbs<\/a> damit begonnen, das Grundst\u00fcck darauf vorzubereiten. Ein Viertel davon wird von einem Hamburger Logistikimmobilienentwickler entsprechend vermarktet \u2013 bisher eher schleppend. Laut <a title=\"Bauarbeiten auf der Westfalenhuette\" href=\"http:\/\/www.logistik-heute.de\/Logistik-News-Logistik-Nachrichten\/Markt-News\/9903\/Entwickler-Garbe-will-demnaechst-Bauarbeiten-auf-der-Westfalenhuette-starten-\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">neueren Infos<\/a> g\u00e4be es aber jetzt Interessenten.<\/p>\n<p>Weitere Aufwendungen, um den Rest des Gel\u00e4ndes herzurichten, sind dem Eigner ThyssenKrupp zu kostspielig. Zusammen mit NRW.URBAN und der Wirtschaftsf\u00f6rderung wurde unl\u00e4ngst ein Modell erarbeitet, das die Voraussetzungen f\u00fcr eine Landes-F\u00f6rderung schaffen soll. Konkret bedeutet dies: <a title=\"\u00f6ffentliche F\u00f6rderung f\u00fcr Westfalenhuette\" href=\"http:\/\/www.dortmund.de\/de\/leben_in_dortmund\/nachrichtenportal\/nachricht.jsp?nid=202753\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teile der nicht rentierlichen Aufwendungen sollen durch eine \u00f6ffentliche F\u00f6rderung \u00fcbernommen werden<\/a>.<\/p>\n<p>Auch der studentische Ideenwettbewerb spart ThyssenKrupp Geld, so z.B. die Kosten f\u00fcr ein Gutachterverfahren oder sonstige Vorstudien. Vor allem aber bekommt der ins Stocken geratene Prozess neue Impulse, auf denen konkrete Umsetzungen aufbauen k\u00f6nnen. Studierende der Raumplanung an den Universit\u00e4ten Dortmund, Bochum, Aachen, Kassel und Hannover wurden dazu zur Teilnahme aufgefordert. Sie sollen Konzepte erarbeiten, die das Bestandsquartier in seiner Eigenart st\u00e4rken, Freir\u00e4ume vernetzen und neue Wohnangebote schaffen.<\/p>\n<p>In der <a title=\"Aufgabenstellung Architekturwettbewerb\" href=\"http:\/\/www.kulturkreis.eu\/images\/stories\/downloads\/pb_gremium_architektur\/aufgabenstellung_20sep2012_borsigplatzviertel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Aufgabenstellung<\/a> ist von einem gravierenden Wohnungsmangel in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten die Rede. Man darf gespannt sein, welcher Wohnungssuchende sich angesichts der vielen Neubauprojekte in Dortmund f\u00fcr das Quartier am Borsigplatz entscheidet. Keine leichte Aufgabe f\u00fcr die Wettbewerbsteilnehmer, auch wenn Michael Flachmann vom \u00f6rtlichen Vermieter Vivawest ihnen erfolgreiche Beispiele aus Recklinghausen und Essen an die Wand projizierte, bei denen verruchte Siedlungen wieder attraktiv gemacht wurden. Rein bauliche Ver\u00e4nderungen reichen aber wohl auch nicht aus: \u201eVon Mietern, die f\u00fcr Unruhe sorgen, muss man sich trennen\u201c, stellt Flachmann klar, \u201eund so f\u00fcr die anderen Mieter ein Signal setzen \u2013 auch, wenn man dabei zun\u00e4chst 30% Leerstand riskiert.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-915\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/workshop-im-infocenter-thyssenkrupp-dortmund.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/workshop-im-infocenter-thyssenkrupp-dortmund.jpg 600w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/workshop-im-infocenter-thyssenkrupp-dortmund-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Ob Vivawest den S\u00fcdzipfel der Brachfl\u00e4che kauft? Um diesen \u201eEntwicklungsbereich 4\u201c des gesamten Gel\u00e4ndes geht es n\u00e4mlich beim Wettbewerb. Er zieht sich vom Hoeschmuseum zwischen Eisenbahnstrecke und Stahlwerkstra\u00dfe bis zur D\u00fcrener Stra\u00dfe. In der Aufgabenstellung hei\u00dft es: \u201eAuf der Fl\u00e4che zwischen kleinem Hoesch-Park an der D\u00fcrener Stra\u00dfe und Hoesch-Museum werden Arrondierungen der Wohnnutzung mit einem gehobenen Zielpublikum angestrebt. Ebenso sollen hier Dienstleistungsbereiche und damit die neuen Frequenzen im Quartier zu einer Anhebung der Angebote in der Nahversorgung f\u00fchren.\u201c Kann das gelingen \u2013 ganz ohne See (wie in H\u00f6rde)?<\/p>\n<p>Flachmanns Vortrag fand im ThyssenKrupp InfoCenter hinter den Schranken am Ende der Oesterholzstra\u00dfe statt. Am Vortag hatten auch zwei st\u00e4dtische Vertreter gesprochen, der Kurator des Hoesch-Museums, au\u00dferdem einige Professoren, aus Dortmund Prof. Christa Reicher. Damit die Studenten das Viertel selbst ein bisschen kennen lernten, zogen sie mit der <a title=\"Annette Kritzler Borsigplatz Verfuehrungen\" href=\"http:\/\/www.borsigplatz-verfuehrung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stadtteil-Kennerin Annette Kritzler<\/a> um die H\u00e4user, folgen ihr in die Dreifaltigkeitskirche, den Hoeschpark, nat\u00fcrlich auch zum Knabberladen Muskara. Dann landeten sie bei Borsig11 e.V., dem aus \u201e2-3 Stra\u00dfen\u201c geborenen Verein, im Kundencenter von Vivawest. Volker Pohl\u00fcke und Guido Meincke hatten nicht allzuviel Zeit, ihre Lokal\u00f6konomie-Vorhaben zu erl\u00e4utern. Das Programm f\u00fcr die Studenten war straff gezurrt. Doch das Angebot, ein paar Tage in der G\u00e4stewohnung vor Ort zu wohnen oder sogar eine <a title=\"g\u00fcnstige Studentenwohnung in Dortmund WG-geeignet\" href=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wohnprojekt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">verg\u00fcnstigte Studenten-WG<\/a> zu beziehen, erregte gro\u00dfes Interesse. Zwei Studenten aus Kassel bedauerten, dass der Workshop kaum Kontaktaufnahme zu den Quartiersbewohnern beinhaltete.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-916\" src=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/ausflugsstation-bei-borsig11.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/ausflugsstation-bei-borsig11.jpg 600w, https:\/\/www.borsig11.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/ausflugsstation-bei-borsig11-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck an ihren Unis haben die jeweils acht gesandten Studenten die Aufgabe, ihre Kommilitonen \u00fcber alles zu informieren und mit ihnen gemeinsam das Wintersemester \u00fcber einen Masterplan zu entwickeln. Dazu geh\u00f6ren auch Struktur- und Sozialraumanalysen, Skizzen und Pr\u00e4sentationen. Jede Hochschule kann vier Entw\u00fcrfe einreichen. Im April 2013 findet in Dortmund die Jurierung statt. Beim letzten Wettbewerb war das Plangebiet der Zukunftscampus der BASF s\u00fcdlich von Ludwigshafen auf dem Gel\u00e4nde des bisherigen Agrarzentrums. Als Teil ihrer regul\u00e4ren Semesterarbeit hatten hier Studenten der TUs Darmstadt, Kaiserslautern und Karlsruhe Ideen entwickelt, auf die bisher niemand gekommen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><a title=\"Isabelle Reiff Text, der trifft.de\" href=\"http:\/\/www.text-der-trifft.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Isabelle Reiff<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp 50 Studenten bekamen Anfang dieser Woche Gelegenheit, das hinter hohen Mauern abgeschottete ThyssenKrupp-Gel\u00e4nde der ehemaligen Westfalenh\u00fctte in Augenschein zu nehmen \u2013 wenn auch nur vom Bus aus. Anlass war die Auslobung eines Architektur-Preises, der seit den 60ern j\u00e4hrlich bis zweij\u00e4hrlich vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist. 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