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Jahresausklang im Atelierhaus Westfalenhütte

Brigitte Bailer im Atelierhaus Westfalenhütte vor Bildern von Marlies Backhaus

Brigitte Bailer im Atelierhaus Westfalenhütte vor Bildern von Marlies Backhaus

Sieben Jahre führte Brigitte Bailer auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte ein Atelierhaus. Waren dort Ausstellungen, kam man auch als Nicht-Werksangehöriger auf das Gelände, das sonst streng gehütet wurde, und ein paar Häuser hinter der Werkskantine in die vom Rest der Stadt abgetrennte Springorumstraße.

Die Backsteinhäuser an dieser Straße hatten ihren besonderen Charme. Nur heizen ließen sie sich schwer. Als dann ihr Abriss feststand, beschloss Brigitte Bailer, ihr Atelierhaus neu zu bauen – quasi im Hinterhof der alten Wirkungsstätte. Denn das neue Atelierhaus Westfalenhütte befindet sich genau auf der anderen Seite – jenseits des hohen Zaunes, der das Werksgelände Thyssen Krupps vom öffentlich zugänglichen Dortmund abtrennt.

Noch bis zum 17.11.2013 werden hier in der Freizeitstr. 2 die Arbeiten von vier mexikanischen und zwei deutschen Künstlerinnen präsentiert. Sie haben ihre unterschiedliche Eindrücke von Mexico-City, Oaxaca und San Christobal de las Casas mitgebracht und diese figürlich als auch in Bild- und Fotomontagen umgesetzt.

So thematisiert Margareta Eppendorf mit ihrer Installation „Habenichtse“ die bis heute andauernde Ausbeutung auf den Kaffeeplantagen. Auf den aufgehängten Jutesäcken, in denen die Bohnen verschifft werden, dokumentieren historische und aktuelle Aufnahmen die Historie der Ungerechtigkeit. Marlies Backhaus thematisiert die in Mexiko weit verbreitete Kinderarbeit. Außerdem collagiert sie Aufnahmen der gerade bei Touristen so beliebten grellbunten Häuser mit den auf vielen Hauswänden prangenden Graffitis und politischen Pochoirs.

 

Margareta Eppendorf: "Habenichtse"

Margareta Eppendorf: “Habenichtse”

Am 24. November eröffnet Brigitte Bailer vormittags um 11 Uhr den traditionellen Jahresausklang „den Engel“. 14 Künstler mit ganz unterschiedlichen Arbeiten von Bildhauerei bis Lichtkunst sind zu sehen. Die Ausstellung dauert bis zum 15. Dezember 2013. Am Eröffnungstag locken außerdem bis 18 Uhr neue spanische Weine von kleinen Weingütern, die der Weinkenner Markus Heilemann für die Gäste ausschenkt.

Was sich wie falsches Deutsch anhört, ist absichtlich so geschrieben, weil es um einen ganz bestimmten, nämlich „den Engel“ geht. Der in Glas gefasste Engelskopf – ein seltenes männliches Exemplar unter den gemeinhin weiblich stilisierten – ist die Hinterlassenschaft eines peruanischen Künstlers, der 2004 noch im alten Atelierhaus ausstellte. Brigitte Bailer kaufte ihm „den Engel“ ab und wurde fortan von vielen Besuchern gefragt: „Sie haben jetzt den Engel?! – Den Engel hätte ich auch gerne gehabt.“ An eine besonders leidenschaftliche Engel-Sammlerin, die „den Engel“ unbedingt haben wollte, verkaufte Brigitte Bailer „den Engel“ dann weiter. Obwohl er sich nun nicht mehr im Atelierhaus Westfalenhütte befindet, bleibt er Namensgeber für die jährliche Ausstellung zum Jahresabschluss.

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Neue Theateraktion in der Nordstadt

„Crashtest Nordstadt“ – das von Jörg Lukas Matthaei 2012 mit rund 70 Nordstädtern zwei Mal aufgeführte theatrale Spiel war eine der ungewöhnlichsten Theaterinszenierungen überhaupt: Wer daran teilnahm, ging als veränderter Mensch daraus hervor – so tiefgreifend waren die Erfahrungen, die diese Inszenierung, in der Realität und Fiktion verschwammen, beim „Publikum“ bewirkten. Auch bei den Darstellern, die darin als „Checker“, „Joker“ oder „Zen Meister“ aufgetreten sind: Freundschaften sind daraus entstanden, eine Facebookgruppe und der Wunsch nach einer Fortsetzung.

Quartiersmanagerin Lydia Albers kam auf die Idee, drei von ihnen einzuladen. Reinhold Giese vom Nachbarschaftskreis Borsigplatz hatte nämlich dazu angeregt, eine Theateraktion zu entwickeln, die noch mehr nachbarschaftliche Solidarität im Widerstand gegen den örtlichen Drogenhandel bewirken könne.

Zum Hintergrund: 250.000 Euro werden täglich in der Nordstadt für Drogen ausgegeben – eine Menge Geld, das längst nicht nur aus den Taschen der ca. 5.000 Abhängigen in ganz Dortmund stammt, sondern von auswärtigen Süchtigen und vielmehr noch Kurieren aus dem Sauerland bezahlt wird, die das Rauschgift weiter nach Holland und Süddeutschland bringen. Seit zwei Jahren ist ihnen die Polizei verstärkt auf der Spur: Der sogenannte Schwerpunktdienst umfasst 120 Beamte extra für die Nordstadt, darunter auch zivile Kräfte, die operativ auf der Straße tätig sind.

Um die Hintermänner geht es ihnen, das machte Dortmunds Polizeipräsident deutlich, als er und weitere Kriminalbeamten sich Ende Januar mit Quartiersbewohnern am Borsigplatz trafen. Die Anwohner und der örtliche Gewerbeverein hatten 2012 mit einer Unterschriftenliste auf härteres Durchgreifen gepocht. Der Gewerbeverein hatte zwei Jahre vorher schon massiv Alarm geschlagen. In der Folge war die Polizeipräsenz verstärkt, waren einschlägige Internetcafés geschlossen worden.

Die Kneipen werden von neuen Betreibern wieder eröffnet, auch Dealer sind immer noch da. Oft fahren sie in dicken Autos vor, tragen Markenklamotten, in ihren Hosentaschen stecken viele Scheine: In den Augen eines jungen Menschen, bei dem es in der Penne oder mit der Arbeit nicht gut klappt, haben Drogendealer einen tollen Job – ganz ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung …

Drogen sind weder so noch so eine Lösung, im Gegenteil. Wie oft wurde das schon oft gesagt … Hat es was gebracht? Eher nicht. Wie so viele menschliche Entscheidungen geschieht auch der Griff zum Glas, zur Zigarette, zum Koks usw. im Affekt. Tief innen wird ein Ausweg gesucht: Der nüchterne Gefühlszustand – man will ihn weg haben. Immer gibt es dafür ganz handfeste Gründe, aber die anzugehen wird dann vermieden. Man weiß vielleicht auch gar nicht, wie.

Für zehn Euro bekommt man derzeit einen Bubble Heroin in der Nordstadt. Richtig billig klingt das. In vielen Fällen kostet es das Leben. Nicht nur, weil das in Deutschland gehandelte Heroin bis zu 20% mit Füllstoffen gestreckt wird, die sogenannte Shakes hervorrufen können: Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber, Juckreiz, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder Schockzustände, die mehrere Stunden anhalten. Die Gefahr, abhängig zu werden, ist bei Heroin riesengroß. In kürzester Zeit muss die Dosis gesteigert werden. Das Perverse dabei ist, dass sich das tolle Gefühl, welches Heroin bei den ersten Malen auslöst, niemals wieder einstellt. Im Gegenteil: Nach wenigen Wiederholungen dient die immer größere Dosis nur noch dazu, sich nicht beschissen zu fühlen. Der Betroffene wird zum Gepeinigten der Droge, kann kaum noch an etwas anderes denken. Crystal Speed macht sogar noch schneller abhängig. Das glitzernde Pulver ist eine der aggressivsten Drogen, die es gibt, eine Droge, die den Körper richtiggehend kaputt macht: „High bis zum körperlichen Verfall“.

Auch bei Alkoholikern geht ohne Alk im Blut bald gar nichts mehr. Tatsächlich übersteigt die Zahl der Alkoholtoten die der anderen Drogen-Toten um das 200-Fache. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass Fusel legal ist, leider neben Zigaretten auch oft die Einstiegsdroge in Härteres. Alkoholisiert nimmt man eben vieles auf die leichte Schulter. Umso schwerer wiegt sie am Ende …

Zusammen mit den Nachbarn, die am letzten Donnerstag ins Quartiersbüro am Borsigplatz kamen, entwickelten die „Crashtest“-erfahrenen „Checker“ Dieter Paetzold, Kai Jütting und Gerd Neumann erste Ideen für eine Theateraktion, die vor Augen führen könnte, dass jede Alternative zu Drogen die bessere Wahl ist, und dass öffentlicher Drogenverkauf in der Nordstadt – gerade wegen der Kinder und Jugendlichen, die hier aufwachsen – sehr  ungern gesehen wird.

Weitere Ideen und Akteure sind willkommen! Das nächste Treffen ist für den 25. April um 14 Uhr festgesetzt. Es findet beim Verein Borsig11 e.V. statt, Borsigplatz 9 (Vivawest-Geschäftsstelle).

Isabelle Reiff

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In Memoriam “2-3 Straßen”

Florian Matzner am 5.11.2012 im Gespräch mit Jochen Gerz in der Landesvertretung NRW, Berlin.

 

Oh, da waren aber viele ganz traurig, dass sie es 2010 verpasst hatten, die “2-3 Straßen” zu besuchen. Die meisten der rund 200 geladenen Gäste hatte gar keine Ahnung, dass es im Ruhrgebiet so eine außergewöhnliche Kunstaktion gegeben hatte. Die ein oder der andere bedauerte sogar, nicht als Teilnehmer in einer der leer stehenden Wohnungen mit dabei gewesen zu sein.

Hermann Pfütze, Herausgeber des Making of-Buches von “2-3 Straßen” hatte den Anstoß gegeben, das Konzeptkunstwerk Revue passieren zu lassen und darauf die Akademie der Künste Berlin angesprochen. Die war gleich enthusiasmiert und holte die NRW Landesvertretung mit ins Boot, dorthin lud man am 5. November ganz exklusiv ausgewählte Kunstinteressierte reiferen Semesters.

Den anerkennenden Ansprachen von Johannes Odenthal (Programmbeauftragter der Akademie der Künste), Christian Esch (Direktor des NRW KULTURsekretariats), Doris Gau (Fachbereichsleiterin der Landesvertretung) und Hermann Pfütze (mehr dazu hier) folgte eine Lesung aus dem entstandenen Schinken, der 3.000 Seiten umfasst. Ruth Reinecke und Michael Klammer lasen auf Seitenzahlzuruf. Klammer erfasste die absatzlos abgedruckten Selbst- und Fremdbespiegelungen auf den ersten Blick und rezitierte sie so ausdrucksstark, als handelte es sich um seine eigenen Gedankengänge.

Ruth Reinecke und Michael Klammer lasen auf Seitenzahlzuruf aus dem Mammutwerk “2-3 Straßen”.

Die wenigsten hatten mit qualitativ so hochwertigem Lesestoff gerechnet. Alle zufällig ausgewählten Textstellen waren inspirierend, interessant, spannend, ganz unterschiedlich. Man sollte öfter öffentlich aus diesem Wälzer vorlesen (oder sich noch schnell einen Band sichern!) :-D. Es wurde gar nicht langweilig. An einer holländischen Textstelle stellte sich ein Landsmann aus dem Publikum zur Verfügung und rezitierte diese. Dann war Jochen Gerz gefragt. Florian Matzner, Kurator der Emscherkunst, fragte ihn nach Konzeptidee und Kunstverständnis und erfuhr, dass 2006 eine “große Wut” Ideengeber für “2-3 Straßen” gewesen sei, Wut darüber, wie sehr Kunstwerke zumeist am Gros der Menschen vorbeigingen. Gerz zieht es vor, wenn seine Werke “in der Gesellschaft verschwinden”. Ist das noch Kunst? Streiten wollte darüber niemand, im Gegenteil, aber wissen, ob der 72-Jährige sich als Künstler versteht. “Ja”, lautete die Antwort, er habe lange genug darum gekämpft, ein Künstler zu sein, und jetzt könne er gar nicht mehr anders. Doch wolle er nie einer sein, der fürs Museum arbeitet, Picasso habe dies allerdings auch nicht gewollt, und trotzdem hinge er nun drin.

Am Ende waren viele Besucher neugierig zu erfahren, wie es sich so gelebt hatte im Quartier am Borsigplatz, ob denn alles glatt gelaufen sei, ob es anstrengend war, ob man sich gegenseitig hat leiden mögen … Vier Teilnehmer standen mit vollem Munde Rede und Antwort, weil man sich inzwischen schon am warmen Buffet gütlich tat. Dass es am Borsigplatz mit dem Borsig11  e.V. weitergeht, fanden alle toll. “Die 2-3 Straßen sind ein Glücksfall für Dortmund.” Implizit stand das im Projektbüro an die Wand gemalte Zitat von Jürgen Rüttgers hier in Berlin mitten im Raum.

 

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Architekturpreis 2013: Neue Impulse für eine der größten Industriebrachen Europas

Knapp 50 Studenten bekamen Anfang dieser Woche Gelegenheit, das hinter hohen Mauern abgeschottete ThyssenKrupp-Gelände der ehemaligen Westfalenhütte in Augenschein zu nehmen – wenn auch nur vom Bus aus. Anlass war die Auslobung eines Architektur-Preises, der seit den 60ern jährlich bis zweijährlich vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergeben wird und mit 10.000 Euro dotiert ist. Seit 2002 liegt der Schwerpunkt dieser Wettbewerbe entsprechend aktueller städtebaulicher Fragestellungen auf der Rekonnektion und Transformation vormals rein industrieller Gebiete. Vor genau dieser Aufgabe stehen große Teile der ehemaligen Westfalenhütte. Seit geraumer Zeit ist hier eine Neunutzung von rund 200 Hektar Brachfläche geplant und erwünscht. Schon 2006 wurde im Rahmen eines Ideenwettbewerbs damit begonnen, das Grundstück darauf vorzubereiten. Ein Viertel davon wird von einem Hamburger Logistikimmobilienentwickler entsprechend vermarktet – bisher eher schleppend. Laut neueren Infos gäbe es aber jetzt Interessenten.

Weitere Aufwendungen, um den Rest des Geländes herzurichten, sind dem Eigner ThyssenKrupp zu kostspielig. Zusammen mit NRW.URBAN und der Wirtschaftsförderung wurde unlängst ein Modell erarbeitet, das die Voraussetzungen für eine Landes-Förderung schaffen soll. Konkret bedeutet dies: Teile der nicht rentierlichen Aufwendungen sollen durch eine öffentliche Förderung übernommen werden.

Auch der studentische Ideenwettbewerb spart ThyssenKrupp Geld, so z.B. die Kosten für ein Gutachterverfahren oder sonstige Vorstudien. Vor allem aber bekommt der ins Stocken geratene Prozess neue Impulse, auf denen konkrete Umsetzungen aufbauen können. Studierende der Raumplanung an den Universitäten Dortmund, Bochum, Aachen, Kassel und Hannover wurden dazu zur Teilnahme aufgefordert. Sie sollen Konzepte erarbeiten, die das Bestandsquartier in seiner Eigenart stärken, Freiräume vernetzen und neue Wohnangebote schaffen.

In der Aufgabenstellung ist von einem gravierenden Wohnungsmangel in deutschen Großstädten die Rede. Man darf gespannt sein, welcher Wohnungssuchende sich angesichts der vielen Neubauprojekte in Dortmund für das Quartier am Borsigplatz entscheidet. Keine leichte Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer, auch wenn Michael Flachmann vom örtlichen Vermieter Vivawest ihnen erfolgreiche Beispiele aus Recklinghausen und Essen an die Wand projizierte, bei denen verruchte Siedlungen wieder attraktiv gemacht wurden. Rein bauliche Veränderungen reichen aber wohl auch nicht aus: „Von Mietern, die für Unruhe sorgen, muss man sich trennen“, stellt Flachmann klar, „und so für die anderen Mieter ein Signal setzen – auch, wenn man dabei zunächst 30% Leerstand riskiert.“

Ob Vivawest den Südzipfel der Brachfläche kauft? Um diesen „Entwicklungsbereich 4“ des gesamten Geländes geht es nämlich beim Wettbewerb. Er zieht sich vom Hoeschmuseum zwischen Eisenbahnstrecke und Stahlwerkstraße bis zur Dürener Straße. In der Aufgabenstellung heißt es: „Auf der Fläche zwischen kleinem Hoesch-Park an der Dürener Straße und Hoesch-Museum werden Arrondierungen der Wohnnutzung mit einem gehobenen Zielpublikum angestrebt. Ebenso sollen hier Dienstleistungsbereiche und damit die neuen Frequenzen im Quartier zu einer Anhebung der Angebote in der Nahversorgung führen.“ Kann das gelingen – ganz ohne See (wie in Hörde)?

Flachmanns Vortrag fand im ThyssenKrupp InfoCenter hinter den Schranken am Ende der Oesterholzstraße statt. Am Vortag hatten auch zwei städtische Vertreter gesprochen, der Kurator des Hoesch-Museums, außerdem einige Professoren, aus Dortmund Prof. Christa Reicher. Damit die Studenten das Viertel selbst ein bisschen kennen lernten, zogen sie mit der Stadtteil-Kennerin Annette Kritzler um die Häuser, folgen ihr in die Dreifaltigkeitskirche, den Hoeschpark, natürlich auch zum Knabberladen Muskara. Dann landeten sie bei Borsig11 e.V., dem aus „2-3 Straßen“ geborenen Verein, im Kundencenter von Vivawest. Volker Pohlüke und Guido Meincke hatten nicht allzuviel Zeit, ihre Lokalökonomie-Vorhaben zu erläutern. Das Programm für die Studenten war straff gezurrt. Doch das Angebot, ein paar Tage in der Gästewohnung vor Ort zu wohnen oder sogar eine vergünstigte Studenten-WG zu beziehen, erregte großes Interesse. Zwei Studenten aus Kassel bedauerten, dass der Workshop kaum Kontaktaufnahme zu den Quartiersbewohnern beinhaltete.

Zurück an ihren Unis haben die jeweils acht gesandten Studenten die Aufgabe, ihre Kommilitonen über alles zu informieren und mit ihnen gemeinsam das Wintersemester über einen Masterplan zu entwickeln. Dazu gehören auch Struktur- und Sozialraumanalysen, Skizzen und Präsentationen. Jede Hochschule kann vier Entwürfe einreichen. Im April 2013 findet in Dortmund die Jurierung statt. Beim letzten Wettbewerb war das Plangebiet der Zukunftscampus der BASF südlich von Ludwigshafen auf dem Gelände des bisherigen Agrarzentrums. Als Teil ihrer regulären Semesterarbeit hatten hier Studenten der TUs Darmstadt, Kaiserslautern und Karlsruhe Ideen entwickelt, auf die bisher niemand gekommen war.

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Der ganz normale Bauwahnsinn

Ich fahre von Dortmund Borsigplatz nach Köln Kalk Post. Beide Orte sind stark befahrene Knotenpunkte von Vierteln, deren Grenzen durch Zug- und Autobrücken markiert sind. Beide Viertel kannten einmal bessere – wirtschaftlich florierendere – Tage. So viel Arbeit gab es hier einst, dass Menschen aus fernen Ländern kamen, zu Fünft in winzige Wohnungen zogen, malochten, ihre Familien nachholten, in dem Glauben, es ginge ewig so weiter. Muskelkraft war gefordert, ob sie die Sprache verstanden, egal. Drei Unternehmen beschäftigten Tausende. Und dann war Schluss, die Unternehmen bankrott oder nicht mehr profitabel. Tausende auch nicht mehr.

Am Dortmunder Borsigplatz ist die Lage heute noch um vieles brisanter als in Köln Kalk, und ich wage zu behaupten, dass es mit an der Isolation liegt, in der die ehemaligen Arbeiterfamilien dort leben. Dortmund ist nicht Köln, keine Stadt, in die so viele ziehen möchten, dass auch nicht so schicke Stadtteile irgendwann eine Menge experimentierfreudiger junger Leute, unvoreingenommener Kreativer und lebenslustiger Querdenker beheimaten und eine multikulturelle Mischung entsteht, die sich gegenseitig belebt und inspiriert. In Dortmund ziehen die wenigsten freiwillig in die Nordstadt, es sei denn, sie stammen aus Osteuropa. Tatsächlich verzeichnet Dortmunds Einwohnerzahl vor allem in der Nordstadt Zuwachs, und der stammt zum Großteil aus Polen. Dank ihrer „ist Dortmund neben Düsseldorf und Köln die einzige Großstadt in NRW mit Zuwachs“, meldeten die Ruhrnachrichten im März diesen Jahres.

Die Grenze zwischen dem „guten“ und dem „schlechten“ Dortmund besteht bloß aus ICE-Gleisen und ist doch eine viel größere Barriere als der Rhein, der das 50-Köln vom 51-Köln mit seiner „schäl Sick“ trennt. Ich habe Dortmunder im gleichen Alter getroffen, die zeitlebens nie einen Fuß auf die andere Seite gesetzt haben, andere, die höchstens im vollverriegelten Auto unter der Bahnbrücke durch zum billigen Kaufland düsen. Es ist völlig übertrieben und sehr seltsam. Wie auch in Köln haben die alteingesessenen Dortmunder die allergrößten Vorurteile gegenüber ihrer Nordstadt, deren ärmster Teil das ehemalige Hoesch-Quartier um den Borsigplatz herum ist.

Ob Köln Kalk oder Dortmund Nordstadt – die Images beider Stadtteile reichen weit über die Grenzen der Stadt hinaus, und je weiter entfernt davon man etwas darüber zu hören bekommt, umso übertriebener klingt es. Hausmeister Krauses „Köln-Kalk-Verbot“ nimmt man am Bodensee sehr ernst, in Dortmunds Nordstadt müsse man morgens vor der Haustür über liegen gebliebene Prostituierte steigen. Letzteres erfuhr ich noch in Köln Kalk lebend von einem WG-Bewerber, der dann doch lieber linksrheinisch einzog. Interessanterweise gibt es trotz solch weit verbreiteter Gerüchte immer wieder auswärtige Kritik am eingeführten Verbot der Straßenprostitution in Dortmund. Diese brachte wirklich Probleme mit sich, wenn auch nicht die, von denen solche Nachreden kursieren.

Das Schlimmste ist, dass die Vorurteile vor allem in den Köpfen der Stadtplaner sitzen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man Köln Kalk architektonisch immer lebensunwerter zubaut. Inzwischen ziert ein Ensemble aus Einkaufszentrum, Parkhäusern, Baumarkt, McDonald und Sozialwohnungen das Herz des Stadtteils, der kaum Grünflächen hat. Die übrigen Brachen wurden unter dem Argument, damit Arbeitsplätze zu schaffen, an Logistikunternehmen verschachert. Die setzten aber nur ihre eigenen – wenigen – Leute in die weitgehend automatisiert funktionierenden Lagerquader.

Niemals hätte man es gewagt, Brachflächen auf der anderen Rheinseite so an jedem ästhetischen Anspruch vorbei zu verschachern. Dem Borsigplatz dräut ähnliches. Statt alles daran zu setzen, für einen lebenswerten Stadtteil zu sorgen, der städtebaulich so attraktiv sein könnte, dass auch Dortmunder aus dem Süden hier leben wollten oder zum Sonntagsausflug herkämen, soll die riesige Brache, die Hoesch hinterließ – fünf Mal größer als die Dortmunder Innenstadt – zu einem Logistikpark inklusive Schnellstraße werden. An eine Erweiterung des Hoeschparks wird nicht im Ansatz gedacht, dabei hat sich die Natur das Werksgelände, auf dem früher 30.0000 Menschen arbeiteten, bereits auf so phantastische Weise zurückerobert, dass Füchse und Rehe hier eine neue Heimat gefunden haben.

Egal? Alles dem Erdboden gleich machen?

Deutschland ist das planierteste Land Europas, erst recht NRW. Hauptgrund für die wachsende Bodenversiegelung ist der Ausbau von Gewerbegebieten und Straßen. Täglich wird eine Fläche von 100 Fußballfeldern auf diese Weise verbraucht. Die Versiegelung verhindert, dass Regenwasser gefiltert abfließt, stattdessen löst es Teer und Reifengummi vom Asphalt und kontaminiert damit das Grundwasser für Generationen. In einem neuen Bericht der Europäischen Kommission wird dringend empfohlen, die Bodenversiegelung zu begrenzen oder Ausgleichsmaßnahmen an anderen Orten durchzuführen.

Doch während auf den anderen Stadtseiten jede verbliebene Freifläche in bevorzugter Lage abgeholzt und zugebaut wird (siehe Kronenviertel und ehemaliger Güterbahnhof an der Hamburger Straße in Dortmund, siehe Südstadt und belgisches Viertel in Köln), stehen nicht nur auf der gegenüberliegenden Seite Wohnhäuser leer. Aus dem ehemaligen WestLB-Gebäude in Dortmunds Stadtzentrum soll ein Ärztezentrum werden, das niemand braucht. Gleich um die Ecke verstauben zwei ungenutzte Einkaufszentren, ein riesiges Schulgebäude im Kreuzviertel gar, und in der Katharinenstraße zwischen Hbf und Reinoldikirche verwahrlost das denkmalgeschützte „Dortberghaus“.

Hartmut Miksch, Präsident der NRW-Architektenkammer, fordert in der WAZ Masterpläne für den Rückbau: „Wir brauchen mehr Grün in den Innenstädten, mehr Freiräume und neue Wohnqualität. Die Politik ist gefordert, diesen Rückbau zu planen, damit er nicht zufällig passiert. Jede Stadt braucht einen Masterplan, muss klären, wo sie in 20 Jahren stehen will.“ Die Einwohnerzahlen in unserer Region werden in den nächsten Jahren deutlich sinken. Ein Wahnsinn also, für Immobilienfonds Häuser hinzustellen, wo vorher Baum und Buschwerk wuchsen.

Auch an Straßenrändern sieht man im Dortmunder Stadtgebiet immer wieder Kahlschlag, dessen Sinn sich nicht erklärt. In der Dreherstraße am Borsigplatz wurden die noch im Frühling davor ausladend blühenden Zierkirschen derart gestutzt, dass die Bäume kaum noch Blätter hervorbringen und einen von ihnen das Zeitliche segnete. Unverstand am Werk? Dabei ist in den Lokalzeitungen doch von der Bewerbung als „Grüne Hauptstadt Europas“ die Rede, von einer großen Umweltzone für die Metropole Ruhr. Das Dortmunder ILS, damit betraut, Ansätze zur Grünflächenentwicklung zu untersuchen, stellt im eigenen Journal (3/11) fest: „Urbane Grünräume finden in der Stadtentwicklungs- und -planungsdiskussion zunehmende Beachtung. Diese Wertschätzung steht in vielen Kommunen in deutlichem Widerspruch zur Realität mit hoch verdichteten städtischen Strukturen, knappen Budgets der Grünflächenverwaltungen und sinkendem Anteil an Grünflächen.“

Dabei könnte urbanes Grün auch Arbeitsplätze entwickeln helfen. In NRW gibt es jetzt eine neue Fortbildung zum „kommunalen Klima- und Flächenmanager“ (aktuelle Informationen zu diesem Lehrgang und seiner Entwicklung sind unter http://moodle.bew2learn.net/ erhältlich). In Berlin haben sich 12 Berufsschulklassen, 30 Lehrer, 330 Mitglieder von „Urban Gardening“-Projekten und über 500 Fachleute regionaler Garten- und Landschaftsbetriebe zusammen getan, um bis 2012 modellhaft fünf Begrünungsprojekte umzusetzen. Speziell konzipierte Schulungen sollen den Azubis berufliche Zusatzqualifikationen vermitteln und eine Karriere in der „Grünen Branche“ attraktiver machen. Die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät (LGF) der Humboldt-Universität begleitet und evaluiert das Projekt. Gefördert wird es von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Für Dr. Thomas Aenis, Leiter an der LGF, ist „die Urban Gardening Bewegung gelebte Integration“.

Zu erleben, wie Arbeit im Grünen das soziale Miteinander stärkt, findet auch Christa Müller so sinnstiftend, dass die Ostwestfälin bundesweit mehr als 130 Gartenprojekte berät. Zusammen mit ihrem zehnköpfigen Team gibt sie Machern Praxistipps zum Aufbau von Nutzgärten, hilft bei Fragen zur Organisation, Rechtsform und Fördergeld (Infos: www.anstiftung-ertomis.de). “Die Stadt der Zukunft ist grün“, so die Vision der promovierten Soziologin, und zu hoffen bleibt, dass sie Recht behält, allein wegen der stets überschrittenen Feinstaubgrenzwerte (z.B. an der Brackeler Straße/Borsigplatz, trotz Umweltzone), mit Schuld an der hohen Krebs-Rate in Städten.

In einem neuen Buch der Schwerter Architekturhistorikerin Prof. Dr. Stefanie Lieb entwerfen namhafte Architekten Konzepte für eine Welt, in der man auch morgen noch tief durchatmen kann: Auf von Dschungelzonen umgebenen Straßen der Stadt werden Verkehrsteilnehmer z.B. durch ein System computergesteuerter Elektromobile transportiert. “Futuristic – Visionen vom Leben in der Zukunft” gibt nötigen Utopien Raum. Darin Architekt Werner Sobek, Experte für nachhaltiges Engineering: „Die wichtigste Aufgabe, die Architekten und Ingenieure lösen müssen, ist nicht, für eine Einhaltung aller relevanten Normen zu sorgen, sondern Ökologie atemberaubend attraktiv und aufregend zu machen.“

Dazu hätte ich eine Idee: Wenn man der Natur auf dem ehemaligen Hoeschgelände den ganzen Freiraum ließe und Pflanzen, Blumen und Getier sich ausbreiten, ganz nach ihrer Art. Trampelwege dürften entstehen, auf denen Wandersleute und Radler endlich durch Grün hindurch Richtung Kanal und Lünen könnten. Ein verlorener Stadtteil ohne Ausweg würde ganz neu an Dortmund angeschlossen, würde zum „Quartier am Naturpark“ mit multinationalen Rangern, die in allen Sprachen Führungen für Interessierte gäben. Es könnte alles von selbst geschehen, es bräuchte keinen müden Euro. Der attraktive Park dürfte nicht benutzt werden, um lukrative Neubaugebiete an seinen Rändern feilzubieten. Dortmund würde die grünste Stadt im Ruhrgebiet und machte seiner Nähe zum Sauerland alle Ehre. Wer diese Vision für verrückt hält, daran fest hält, hier Logistik und Asphalt aufzubringen, ist nicht verrückt, sondern irr. Zukunft ist schon lange nicht mehr das, was vermeintlich Geld in die Taschen bringt. So gehen am Ende alle leer aus.

Isabelle Reiff

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Was kommt nach dem Edeka?

Leerstand am Borsigplatz

Der einzige Supermarkt am Borsigplatz hat zugemacht. Für das Unternehmen Edeka hat sich der Laden nicht mehr rentiert. Der allmähliche Abbau deutete sich schon seit vielen Monaten an. Erst wurden Fleisch- und Käsetheke geschlossen, dann der Bäckereistand. Jetzt ist das Geschäft zu, obwohl der Mietvertrag noch zwei Jahre weiterläuft – und das zu horrenden Raten. „Jenseits der 15.000“, berichtet ein Nachbar, beträgt der Mietzins. Dabei soll das Gebäude gerade im Lagerbereich schon deutlich marode sein.

Für alle Anwohner im Quartier ist es nach der Schlecker-Schließung ein herber Verlust. Gerade Nachbarn älterer Semester, aber auch Mütter mit Kleinkindern wären auf die Nahversorgung mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln angewiesen. Die ist jetzt futsch, und es kursieren sogar Gerüchte, dass die Aldi-Filiale an der Grenze des Quartiers Ende des Jahres zumacht.

Anlass für Borsig11 e.V., Mitglieder und Nachbarn, sich am 25.5. kurzfristig zusammenzusetzen, um gemeinsam Zukunftspläne zu entwerfen, mit denen die Versorgungslücke für möglichst viele geschlossen wird. Die eingebrachten Ideen reichten vom Lieferservice in Kooperation mit der ehemaligen Fruchtbörse, jetzt Rewe, bis zum Aufbau eines eigenen Marktes, am besten mit Produkten regionaler Herkunft.

Ein zweites Treffen soll am 31.5. auch die örtlichen Wohnungsgesellschaften Vivawest und Spar- und Bauverein mit ins Boot holen. Von ihnen ist ein gesteigertes Interesse daran zu erwarten, dass ein Nachfolgemarkt etabliert wird, denn ganz ohne Supermarkt in Fußnähe würde die Attraktivität des Wohnumfeldes erheblich sinken. Die Schließung wirkt sich schon jetzt auch auf die umliegenden Geschäfte nachteilig aus. Da viele nun in entfernteren Supermärkten einkaufen gehen, nutzen sie dort gleich auch die Apotheken und Zeitschriftenläden.

Ein erster Schritt wäre das Borsig11-Angebot einer Einkaufsgemeinschaft. Um die befürchtete negative Entwicklung aufzuhalten, ist zunächst geplant, Kontakt zur Immobiliengesellschaft Kontakt aufzunehmen, der das ehemalige Edeka-Gebäude gehört. Borsig11 e.V. hofft, sich mit ihr auf bezahlbarere Miet-Konditionen einigen zu können.

Isabelle Reiff

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Shaolin originated from Kanchipuram(India)

Thanks to Bodhidharma the Great Indian from Kanchipuram who helped the world to get to know an extraordinary skill like this

Hey guys good to see you back again thumping and cheering in borsigplatz :)..Today I have a completely newfangled information for you..

Everyone knows Kung fu I reckon ..right?? Ok assuming Yes to be the answer lets begin…

Kung fu has various styles and one such style is “Shaolin Kung Fu” and it is widely practised in china but many people do not not know where it came from–Here is the answer –Shaolin originated from South India(to be more specific Kanchipuram) now lets see the history of it:

1500 years ago there were Wei and Chin dynasty where xiaowen was the emperor who had a staunch belief in Buddhism and Bodhidharma was the master in his court and he traveled from India via Indonesia to China to teach Buddhism and eventually Emperor Xiaowen built a residential monastery for Bodhidharma who was the master in his court,since it was located deep inside the woods at the foot of shan mountain it was named “shaolin”. ‘lin’ in chinese means woods but there may arise a question :

Why do buddhist monks have to learn a combat skill???

The answer is very simple -since the Monastery is deep inside the woods it is nevertheless prone to wild animals attacks so Bodhidharma the great sage from India want to make sure the Buddhist monks are aware of some combat skills to withstand the fight–This was the actual reason for the establishing shaolin

Flexibility is the key,the more flexible you are the more pain you can withstand and the more pain you can withstand the more powerful you are..Thought the lessons and the combat looks terrifying Shaolin warriors and students do not eat Meat and they are 100% vegetarians.

There are different methods the students usually practice to get them more acquainted with Kung fu and lets see some of those basics they learn at shaolin school of Kung fu education and students have to wake up at 4 AM in the morning and start practising the following lessons one by one everyday(Devotion and sincerity is the key to Kung fu)

Zha ma-The basis of strong attacks-In any sport or skill you learn first,one has to know how he can stand still and firm the person has to keep a pot on their hands(one in each hand) and one head and make sure they are able to stand firm for 2 hours and this has to be practiced everyday.

The technique of Slapping water develops mental toughness and by choosing the freezing cold weather on slapping water will help the student to develop his mental toughness and resist rough weather.

Biao Zhang: is the way to strengthen delictae human fingers the many nerves in the fingers make them extremely sensitive to pain and therefore weak ,for a kung fu devotee he has to push his fingers into a bean and this will seem like a very easy thing to do but after 30 minutes this will results in a unbearable pain this will help the student to bear the pain when he is in a combat.

Hitting the candle flame from a distance exposes the explosive power of a punch and when the hands push with full force then may be the candle will go off but only when you do it with utmost concentration and sincerity since it requires a lot of power,if the candle goes off it is relit again and the exercise is performed.

A normal person can turn his foot back only by a maximum of 90 degrees or 90+small degrees but a trained kung fu master can rotate his foot to 180 degrees this is called tong qi gong.

Another method is called Guan dao which basically says to disarm an opponent and deflect his strikes rather than to attack. Sometimes a large undecipherable cloth is attached to the end of weapon so as to confuse the opponents and not allowing them to know the actual length of your blade.

Courtesy:National Geographic and Wikipedia for pictures and some valuable information

OK guys hope you found this interesting and informative..This is sesha signing off for now :)

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All about Traditional Indian Dance—KATHAKALI

Hey folks this is sesha your new borsig11 member.OK so this is my first post and I believe I would get a lot of motivation from you to help me improve my writing skills and interests.Some posts of me would have a very few target audience but does not matter,I reckon there are some people who may scroll through my posts atleast in U44,U43 or Deutsche Bahn from Hbf to University :).

Ok lets start with something interesting and rather unusual -A stylish ancient Indian dance which some of you may not have heard about…{KATHAKALI} {कथाकेळी}

Kathakali is a kind of folk dance which makes people to have different cosmetics applied on their body and especially face and it will change the appearance of their face..Having its base from the Hindu Mythology and considering the aggregate of past events this dance goes back to seventeenth century and basically got originated from a malayalam skit called Ramanattam.It is a cocktail in dance which will have various different branches of a culture integrated as a single luring stone for the audience and clearly explicate different mixtures of mythology,untold stories,literature.So now I assume some of the readers’s cerebellar nerves would have got more interested what is this all about!!!ok lets see what it is -I will try to take my readers to the land of kathakali but forgive me if you are still in your chair :)

The artists who perform this art has to wear different costumes which suit their role in the stories they are going to act,It could be a very angry or a mild or a soft make up depending on their role.Expressions,Dance,Enactment,Song,Instrument and these form the integral part of the dance and each kathakali dance has a myth behind it ..There are totally 101 stories and all of those are very popular hindu myth like Nalacharitham which is from the famous Mahabharata and there are also some other very famous stories of gods where people perform as the great Maha Vishnu,Kali Goddess and some other well known female and make characters like Duriyodana,Damayanthi.

This art is still very popular all over the world and the artists get chance to perform even in different countries which have a high demand for an highly innovative art like this.Recently as a move to further increase the favor by general public and out of pure curiosity some of the other cultures and mythologies like Mary Magdalene from Bible ,Homer’s Iliad and other english shortplays are also adapted into kathakali scripts and on to its stage.

Kathakali actor performing:

A Kathakali artist should have a great stamina to continue his acting for a very long time(usually some plays are like 3 -4 hours long like for example Mahabaratha).Kathakali dance performance also involves a high degree of precision and style. The audience can easily see this by the way the acting, presentation, make-up and costuming happens.When watching the kathakali dance one has to note the following four different types:

*Angika- actions related to Body or one of the appendages used for locomotions
*Vachika- relating to voice presentation including proper pronounciation
*Satvika- portrayal of sensitive things beyond the natural range of perception.
*Ahraya- costume, make up, stage props etc.
In Kathakali, the story is enacted purely by the movements of the hands (called mudras or hand gestures) and by facial expressions (rasas) and bodily movements.

There are lot of other things involved in kathakali this is just a short post I could give from what I extracted out.Do give your honest comments :) hopefully a good one :)

Stay tuned for other posts

This is sesha signing off for now …

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